Lexikon


Halbjahresmethode

Mithilfe der Halbjahresmethode wird das Eintrittsalter bestimmt. Die Berechnungsmethode wird im Bereich der Lebensversicherung, Rentenversicherung, Krankversicherung und Unfallversicherung angewendet.

Halbwaisenrente

Der Anspruch auf Halbwaisenrente besteht nach dem Tode eines Elternteils (Vollwaisenrente nach dem Tode beider Elternteile). Voraussetzung ist jedoch, dass der verstorbene Elternteil die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt hat und noch ein unterhaltspflichtiges Elternteil vorhanden ist.

Der Anspruch auf Halb-/Vollwaisenrente besteht längstens bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres bzw. bei noch laufender Schul- oder Berufsausbildung bis das 27. Lebensjahr vollendet ist. Kann der Lebensunterhalt wegen einer Behinderung nicht selbst bestritten werden, gilt ebenfalls das 27. Lebenshjahr als Grenze.

Bezugsberechtigt sind leibliche Kinder und Stiefkinder, Pflegekinder, Enkel und Geschwister die in den Haushalt der bzw. des Verstorbenen aufgenommen waren oder überwiegend unterhalten wurden.

Die Halbwaisenrente beläuft sich auf 10 Prozent und die Vollwaisenrente auf 20 Prozent der Rente wegen voller Erwerbsminderung des Versicherten. Darüber hinaus wird ein Zuschlag gezahlt, der sich aus den rentenrechtlichen Zeiten des verstorbenen Versicherten errechnet.

Hinterbliebenenrente

Die Hinterbliebenenrenten sind Versicherungsleistungen, die an die hinterbliebenen Angehörigen bzw. an die in der Versicherung als Bezugsberechtigten angegebenen Personen ausbezahlt werden.

So leistet die gesetzliche Rentenversicherung den Hinterbliebenen eines Versicherten Ersatz für den durch seinen Tod entfallenden Unterhalt in Form der Witwen- und Witwerrente sowie der Waisenrente.

Beachte: Hinterbliebenenrenten in der gesetzlichen Rentenversicherung werden seit 2005 auch an gleichgeschlechtliche nach dem Lebensparterschaftgesetz eingetragene Lebenspartner geleistet.

Hinzuverdienstgrenzen

Bei Bezug einer Vollrente wegen Alters vor dem 65. Lebensjahr sollten Sie bestimmte Verdiensthöchstgrenzen einhalten, da ansonsten Abzüge von der Rente erfolgen. Die Grenze des Hinzuverdienstes liegt derzeit auf der Höhe der Geringfügigkeitsgrenze von monatlich 400 Euro brutto. Zweimal im Jahr dürfen Sie aber auch bis zu 800 Euro brutto verdienen ohne negative Auswirkungen auf die Rentenleistungen befürchten zu müssen.

Für über 65 jährige Rentener (Bezieher von Regelaltersrente) gelten keine Hinzuverdienstgrenzen, d. h. es ist egal, ob Sie einen Minijob oder ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis eingehen. Übersteigt das Einkommen jedoch einen gewissen Freibetrag muß es versteuert werden.

Höchstbeitrag

Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden nur bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze voll fällig. Der Höchstbeitrag entspricht dem Beitrag, der für einen Arbeitsverdienst zu zahlen ist, der der Beitragsbemessungsgrenze entspricht.

Beachte: Der Wert des Höchstbeitrages in den neuen Bundesländern gilt nur für Pflichtbeiträge, weil freiwillige Höchstbeiträge auch in den neuen Bundesländern nach "Westniveau" zu zahlen sind.

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