Lexikon


Schlussgewinnanteil

Bei Ablauf, bei Rückkauf sowie bei Tod wird in der privaten Rentenversicherung ein Gewinnanteil erbracht, der Schlussgewinnanteil. Dieser ist in seiner Höhe laufzeitabhängig. Je länger der Versicherungsvertrag läuft, desto höher ist auch der Schlussgewinnanteil

Schwangerschaft

Nach dem Mutterschutzgesetz sind die sechs Wochen vor und die acht Wochen nach der Geburt des Kindes (bei Früh- und Mehrlingsgeburten 12 Wochen) Schutzfristen. Diese Zeiten gelten als Anrechnungszeiten bei der Rente, sofern deswegen eine versicherungspflichtige oder selbstständige Tätigkeit unterbrochen wurde.

Selbstständige

Bestimmte Selbstständige sind in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig. Darunter fallen mit einem einkommensgerechten Beitrag Künstler oder Publizisten, Hausgewerbetreibende, Seelotsen und Küstenfischer/-schiffer.

Dagegen können selbstständige Lehrer und Erzieher, Pflegepersonen, Hebammen, selbstständige Handwerker, Selbstständige oder Landwirte in den neuen Ländern sowie arbeitnehmerähnliche Selbstständige (ein Auftraggeber) entweder den so genannten Regelbeitrag oder einen einkommensgerechten Beitrag zahlen.

Sofortrente

Die Sofortrente stellt eine Versicherungsform der privaten Rentenversicherung dar, in der der Versicherer sofort die vereinbarte Rente leistet. Sie ist jedoch nur mit abschließbar, wenn ein Einmalbetrag seitens des Versicherungsnehmers gezahlt wird.

Sonderversorgung

In der ehemaligen DDR gab es für bestimmte Berufs-/Personengruppen Sonder-/ Zusatzversorgungssysteme, die bei entsprechender Beitragszahlung zusätzliche Absicherung über die der allgemeinen Rentenversicherung boten. Vergleichbar sind sie mit den Betriebsrenten oder etwa der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst. Diese Versorgungsansprüche sind 1992 in die gesetzliche Rentenversicherung überführt worden.

Für Renten die bereits Ende 1991 aus der Sonderversorgung gezahlt wurden, werden die Leistungen auch mit den Renten der Rentenversicherung weitergezahlt. Für danach entstandene Rentenansprüche sind die Zeiten der Zugehörigkeit zu einem Sonderversorgungssystem nach dem Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz berücksichtigt. Die zu berücksichtigenden Arbeitsentgelte sind dabei vom Versorgungsträger per Bescheid zu erteilen.

Sonderausgabenabzug

Der Sonderausgabenabzug ist ein steuerlicher Freibetrag bei der Einkommenssteuererklärung. Er bewirkt, dass Sie für einen Teil ihres Einkommens keine Steuern zahlen müssen, weil Sie ihn in einer ganz bestimmten Weise verwenden. Die Verwendung liegt hier in der Zahlung von Beiträgen zur geförderten Altersvorsorge. Mit dem Sonderausgabenabzug sollen diese Beiträge im Ergebnis steuerfrei gestellt werden. Ihre Steuerersparnis ist umso höher, je höher Ihre Eigenleistung und je höher Ihr Steuersatz ist. Sparbeiträge zugunsten eines zertifizierten Altersvorsorgevertrages können bis zu einem Höchstbetrag als zusätzliche Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Sockelbetrag

Um bei der Riester-Förderung in den Genuss der vollen staatlichen Zulage zu kommen, muss ein bestimmter Mindesteigenbetrag vom Versicherten geleistet werden. Da sich dieser nach der Höhe der beitragspflichtigen Einnahmen richtet, kann es bei geringerem Einkommen passieren, dass durch einen hohen Zulagenanspruch allein die Zulagen bereits gleich dem Mindesteigenbeitrag sind oder diesen übersteigen. In einem solchen Fall ist dann anstelle des Mindesteigenbeitrags ein Sockelbetrag zu zahlen. Dieser beträgt seit 2005 jährlich 60 Euro.

Sterbetafel

Die Sterbetafel ist eine der wichtigsten Rechnungsgrundlagen der Versicherer. So verwenden viele Versichererungsunternehmen die Sterbetafel zur Kalkulation des Risikoanteils im Beitrag und berechnen aus ihr -unterschieden nach Männern und Frauen- für jedes Lebensalter die durchschnittliche Lebenserwartung.

Stille Reserve

Siehe Bewertungsreserve.

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