Lexikon


Banksparplan

Bei einem Banksparplan werden monatlich feste Beträge bei festgelegter Verzinsung angespart. Die Höhe des Zinssatzes kann sich dabei nach der Höhe des Sparbetrages, der Laufzeit oder aber nach einem bestimmten Referenzwert, wie bspw. der Umlaufrendite von festverzinslichen Anleihen richten.

Banksparpläne sind Riester-förderfähig. Voraussetzung ist dafür jedoch, wie für alle anderen geförderten Riesterprodukte auch, dass sie die vorgeschriebenen Förderkriterien nach dem Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG) erfüllen und durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)zertifiziert sind.

Da das Anlagerisiko sehr gering ist und normalerweise keine weiteren Kosten anfallen, sind Banksparpläne insbesondere für konservative Anleger mit hohem Sicherheitsbedürfnis und für ältere Anleger interessant, deren Ansparzeitraum kürzer ist. Zu beachten ist jedoch, dass Banksparpläne nur ein geringes Ertragswachstum haben.

Befreiung von der Versicherungspflicht

Mitglieder so genannter berufsständischer Versorgungswerke (z. B. Ärzte, Apotheker, Architekten) können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Sie zahlen zu ihrem Versorgungswerk Beiträge und sind rentenversichert.

Befristung von Renten

Verschiedene Rentenarten werden unter bestimmten Voraussetzungen nur befristet bis zu bestimmten Zeitpunkt geleistet. Dieser wird im Rentenbescheid benannt. Generell gilt die Befristung für eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sowie für die große Witwen- oder Witwerrente, wenn diese wegen verminderter Erwerbsfähigkeit des Hinterbliebenen für Zeiten vor Vollendung des 45. Lebensjahres gezahlt wird. Eine Waisenrente wird auf das Ende des Monats befristet, in dem voraussichtlich der Anspruch entfällt. Dies kann beispielsweise das Ende der Ausbildung oder die Vollendung des 18. Lebensjahres sein.

Begünstigte Personen

Der Staat begünstigt per Gesetz bestimmte Personen und fördert deren private Altersvorsorge: Dazu zählen: Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung, Arbeitnehmer des privaten Sektors, die in einem versicherungspflichtigen Verhältnis stehen, Selbstständige, Pflegepersonen, Vorruhestandsgeldbezieher, Wehr- und Zivildienstleistende, Pflichtversicherte Landwirte, Lohnersatzleistungsbezieher, Kindererziehende ohne Einkommen für Kindererziehungszeiten, Geringfügig Beschäftigte, die auf eigene Kosten den pauschalen Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung auf den vollen Beitrag aufstocken

Beginn der Rente

Mit Beginn des Kalendermonats zu dem die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, beginnen die Rentenzahlungen für Versicherungen aus Altersrenten, Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sowie Erziehungsrenten.

Bei den befristeten Renten gibt es einige Besonderheiten: So erhalten Versicherte bei verspäteter Antragstellung für die Hinterbliebenenrente längstens für ein Jahr rückwirkende Zahlungen. Sofern der verstorbene Versicherte keine Rente zum Zeitpunkt des Todes bezogen hat, beginnen die Leistungen der Hinterbliebenenrente mit dem Todestag.

Bei der Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erhalten Versicherte frühestens ab dem 7. Monat nach Eintritt der Erwerbsminderung eine Leistung. Beachten Sie: Stellen Sie den Rentenantrag nicht innerhalb von drei Kalendermonaten nach diesem Zeitpunkt, beginnt die Rente erst mit dem Antragsmonat.

Beiträge

Die Höhe der Beitragszahlung bis zur Bemessungsgrenze berechnet sich bei pflichtversicherten Arbeitnehmern nach der Höhe des Beitragssatzes sowie dem beitragspflichtigen Arbeitsentgelt.

Bis 400 € (Mini-Job) sind keine und von 401 € bis 800 € (Midi-Job) für den Arbeitnehmer ermäßigte, vom Arbeitgeber volle Beiträge zur Sozialversicherung zu leisten.

Bei allen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer mit höherem Verdienst werden die Beiträge hälftig –bis auf Sonderbeiträge- vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer geleistet.

Beitragsbemessungsgrundlage

Die Beitragsbemessungsgrundlage bildet das beitragspflichtige Bruttoentgelt, aus dem durch Multiplikation mit dem Beitragssatz die Beitragsberechnung erfolgt. Ebenso ist sie der Betrag, der im Versicherungsverlauf und in den Anlagen zum Rentenbescheid als versichertes Einkommen ausgeworfen ist und aus dem die Rente berechnet wird.

Beitragsfreie Zeiten

Ersatzzeiten, Anrechnungszeiten und die Zurechnungszeit stellen beitragsfreie Zeiten dar, zählen aber für den Rentenanspruch und bei der Berechnung der Rente mit.

Betriebliche Altersvorsorge

Bei der betrieblichen Altersvorsorge erhält der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber eine Versorgungszusage. Zu unterscheiden sind dabei fünf Durchführungswege: die Pensionszusage/Direktzusage, die Unterstützungskasse, die Pensionskasse, die Direktversicherung und der Pensionsfonds. Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf die Einrichtung einer betrieblichen Altersvorsorge. Dabei kann jedoch der Arbeitgeber entscheiden, welchen der Durchführungswege er anbietet. Der Arbeitnehmer kann hierfür einen Teil seines Arbeitseinkommens in Beiträge umwandeln.

Berufsunfähigkeit

Im Allgemeinen ist berufsunfähig, wer dauerhaft (in der Regel 3 Jahre) den zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben kann. Zu beachten sind hierbei aber die unterschiedlichen Definitionen von Berufsunfähigkeit in den Versicherungsbedingungen des jeweiligen Versicherers.

Im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung liegt Berufsunfähigkeit vor, wenn ein vor dem 2. Januar 1961 geborener Versicherter wegen einer gesundheitsbedingten Minderung der Erwerbsfähigkeit in seinem bisherigen Beruf oder in einem zumutbaren anderen Beruf nur noch weniger als die Hälfte dessen verdienen kann, was ein vergleichbarer Gesunder erhält. Für die nach diesem Zeitpunkt Geborenenen, gilt nur noch ein begrenzter Schutz im Rahmen der Erwerbsunfähigkeit. Diese wird nach dem Restleistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermittelt.

Betriebliche Altersvorsorge/Betriebsrenten

Arbeitnehmer haben seit 2002 das Recht auf Entgeltumwandlung. Das heißt, dass ein bestimmter Teil des Gehalts zugunsten einer betrieblichen Altersvorsorge umgewandelt wird. Während Betriebsrenten früher meist rein freiwillige Leistungen der Arbeitgeber waren, die auf seiner Versorgungszusage beruhten, ist der Arbeitgeber heutzutage –sofern der Arbeitnehmer es will- zur Entgeltumwandlung und damit zum Angebot einer betrieblichen Altersvorsorge verpflichtet. Er muss sich aber selbst nicht an der Alterssicherung beteiligen. Beachten Sie jedoch, dass dieser Anspruch momentan nicht für alle Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes besteht.

Die betriebliche Altersvorsorge wird vom Staat mit Steuer- und Sozialabgabenersparnis gefördert.

Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze stellt den Wert dar, bis zu dem das monatliche Einkommen der Beschäftigten zur Bemessung der Sozialversicherungsbeiträge herangezogen wird. Dabei werden stets alle Zahlungen im Jahr –also monatliches Einkommen plus z.B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld- mit einbezogen. Die Beitragsbemessungsgrenze wird entprechend der Gehaltsentwicklung in Deutschland jedes Jahr neu berechnet und beträgt in 2008:

BeitragsbemessungsgrenzeBeitragsbemessungsgrenze
West
Monat (Jahr)
Ost
Monat (Jahr)
West Ost
Rentenversicherung5.300 € (63.600 €)4.500 € (54.000 €)527,30 €447,75 €
Arbeitslosenversicherung5.300 € (63.600 €)4.500 € (54.000 €)87,45 € 74,25 €
Krankenversicherung3.600 € (43.200 €)3.600 € (43.200€)je nach Krankenkasse
Pflegeversicherung3.600 € (43.200 €)3.600 € (43.200€)34,11 € 34,11 €
Arbeitnehmer-Sonderbeitrag KV je nach Krankenkasse
Arbeitnehmer-Sonderbeitrag PV 9,00 € 9,00 €

Ein Überschreiten ändert also nichts am Bestehen der Versicherungspflicht und ist daher nicht mit der Versicherungspflichtgrenze zu verwechseln. Vielmehr sind für diejenigen Teile des Arbeitsentgelts bzw. Arbeitseinkommens, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen, keine Beiträge zu zahlen. Daraus ergeben sich die in der Tabelle dargestellten monatlichen Höchstbeiträge.

Beitragsgeminderte Zeiten

Als Beitragsgeminderte Zeiten gelten Kalendermonate, die sowohl mit Beitragszeiten als auch mit beitragsfreien Zeiten belegt sind. Hierzu ein Beispiel: versicherungspflichtig beschäftigt bis zum 15.2.1970, Bezug von Arbeitslosengeld vom 16.2. bis 26.6.1970, erneut versicherungspflichtig beschäftigt ab 27.6.1970. Die Monate Februar und Juni sind beitragsgeminderte Zeiten. In diesen Monaten war der Versicherte nicht durchgehend beschäftigt, wodurch der Verdienst jeweils entsprechend geringer ausfiel. Damit sich diese Tatsache nicht negativ auf die - von der Höhe des Arbeitsverdienstes abhängige - Rentenhöhe auswirkt, werden diese Monate bei der Rentenberechnung einmal als Beitragsmonate und als Vergleich dazu als Anrechnungszeiten berücksichtigt. Die höheren Entgeltpunkte werden für die Ermittlung der Rentenhöhe berücksichtigt. Für die Wartezeit zählen beitragsgeminderte Zeiten als Beitragszeiten.

Bewertungsreserve

Die Bewertungsreserve oder auch stille Reserve ist die Differenz zwischen dem Buchwert einer Kapitalanlage und ihrem darüberliegenden Marktwert. Die Versicherer hatten bisher das Recht, diese Reserven zu behalten, solange sie nicht einen Veräußerungsgewinn damit erzielten. Kündigt der Kunde seinen Vertrag oder läuft die Kapitallebensversicherung ab oder im Falle des Beginns einer Rentenzahlung müssen die Versicherungsgesellschaften nach der seit 2008 geltenden neuen Rechtslage den Kunden zu 50 % an den stillen Reserven beteiligen, die der Versicherer mit dem angesparten Geld aufgebaut hat. Ebenso schreibt das neue Versicherungsvertragsgesetz vor, das die Bewertungsreserven jedes Jahr erneut zu ermitteln und mithilfe eines „verursachungsorientierten“ Verfahrens zuzuordenen sind.

Bezugsgröße

Die Bezugsgröße spielt als Rechenwert eine bedeutende Rolle im System der gesetzlichen Sozialversicherung (§18 SGB IV), da mit ihr z.B. auf mögliche Veränderungen des Preisgefüges oder des durchschnittlichen Nettoentgelts reagiert werden kann. Die Bezugsgröße bildet den Ausgangswert bei der Berechnung von Leistungen oder Einkommensgrenzen in den verschiedenen Sparten der Sozialversicherung. So wird sie beispielsweise herangezogen, wenn die Einkommensgrenze zur beitragsfreien Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ermittelt wird. Die Bezugsgröße wird aus dem Durchschnittsentgelt der gesetzlichen Rentenversicherung in Westdeutschland des vorvergangenen Jahres ermittelt und auf den nächsthöheren, durch 420 teilbaren Betrag aufgerundet. Die Bezugsgröße wird jährlich bekannt gegeben. Für 2008 bezieht sie sich somit auf das Durchschnittsentgelt 2006 und beträgt derzeit monatlich 2.485 € bzw. 29.820 € im Jahr. Die niedrigeren Einkommen im Osten Deutschland werden durch die Bezugsgröße Ost abgebildet. Sie beträgt 25.200 € jährlich bzw. 2.100 € monatlich.

Bezugsrecht

Ein Bezugsrecht hat derjenige, der über die fällige Leistung aus der Lebensversicherung verfügt. Es kann sowohl widerruflich –Normalfall- als auch unwiderruflich eingeräumt werden. Ist letzteres der Fall, gilt ein sofort wirksamer Rechtanspruch durch den Bezugsberechtigten auf die fällige Versicherungsleistung. Dieser Anspruch kann jedoch erst realisiert werden, wenn der Versicherungsfall eintritt. Ist ein unwiderrufliches Bezugsrecht ersteinmal eingeräumt, kann der Versicherungsnehmer -trotz seiner weiterhin bestehenden Gestaltungsrechte- nur mit Einverständnis des unwiderruflich Bezugsberechtigten diesem das Bezugsrecht wieder entziehen.

Beitragssatz

Der Beitragssatz beschreibt den prozentualen Anteil der vom Arbeitsentgelt abzuführenden Beiträge an die gesetzliche Sozialversicherung. Die maximale Höhe der Beiträge wird durch die Beitragsbemessungsgrenzen bestimmt. Zurzeit betragen die Beiträge zur:

Rentenversicherung: 19,9 %
Areitslosenversicherung: 3,3 %
Krankenversicherung: kassenabhängig, jedoch durchschnittlich ca. 15 %
Pflegeversicherung: 1,95 % - für Kinderlose 1,95 % + 0,25 % (Beachte: Den zusätzlichen Beitrag von 0,25 % hat der Versicherte allein zu tragen - kein anteiliger Beitrag des Arbeitgebers)

Beitragszeiten

Als Beitragszeiten gelten die Zeiten, in denen Pflichtbeiträge und/oder auch freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden oder als gezahlt gelten. Darunter fallen auch Zahlungen an die Sozialversicherung der ehemaligen DDR oder an die frühere Rentenversicherung des Deutschen Reichs. Die Ermittlung der Entgeltpunkte bestimmt den Wert der Beitragszeit. Ebenso gehören zu den Pflichtbeitragszeiten Wehr- und Zivildienstzeiten, Pflegezeiten, Zeiten der Kindererziehung sowie Zeiten in denen der Versicherte Entgeltersatzleistungen, wie Kranken- oder Arbeitslosengeld erhalten hat.

Beitragspflichtiges Entgelt

Das ausgewiesene Bruttogehalt entspricht dem beitragspflichtigen Entgelt der Rentenversicherung. Hiervon werden die Beiträge in Höhe des jeweils geltenden Beitragsatzes an die Rentenversicherung abgeführt. Davon abweichend gilt als beitragspflichtiges Entgelt:

Beitragsfreistellung

Lässt sich der Versicherungsnehmer von seinen Beiträgen freistellen oder kündigt der Versicherer wegen Zahlungsverzug, verringert sich die Versicherungssumme auf die beitragsfreie Summe bzw. erlischt sofern kein Deckungskapital vorhanden ist. Gemäß dem Versicherungsvertragsgesetz hat der Versicherungsnehmer jederzeit das Recht zum Ende der laufenden Versicherungsperiode seinen Vertrag beitragsfrei zu stellen. Die beitragsfreie Versicherungsleistung ist in der Garantiewertetabelle der Police festgelegt. Der Wert ist meist abhängig von der bis zur Freistellung abgelaufenen Versicherungsjahre in denen entsprechende Beiträge gezahlt wurden. Die Auszahlung der Versicherungsleistung (beitragsfreie Versicherungssumme + Überschussanteile) erfolgt zum Vertragsende.

Beitragsleistung

Die Rentenhöhe ist abhängig von der Anzahl und Höhe der Beiträge, die der Versicherte während seiner Versicherungszeit geleistet hat. Bevor der Versicherte Anspruch auf eine Rentenleistung hat, muss er u. a. die Wartezeit erfüllt haben.

Beitragsrückgewähr

Wenn der Versicherungsnehmer vor Rentenbeginn –auch Aufschubzeit genannt – stirbt, kann die bis dahin angelaufene Versicherungssumme (gezahlte Beiträge + Überschussbeteiligung) ausgezahlt werden. Dies muss aber im Versicherungsvertrag vereinbart sein.

Beitragszahler

Als Beitragszahler in der privaten Rentenversicherung gelten die natürlichen oder auch juristischen Personen, die bei dem Versicherer als Zahler der Beiträge geführt werden.

Beitragszahlungsdauer

Beitragszahlungsdauer ist ein Begriff aus der privaten Rentenversicherung und bezeichnet den Zeitraum in dem Beiträge zu einer Versicherung zu entrichten sind. Beitragszahlungdauer und Versicherungsdauer können unterschiedliche Zeiträume erfassen.

Beitragszahlung

Als Beitragszahlung wird in der private Rentenversicherung die Zahlung des für die Versicherung zu entrichtenden Entgelts bezeichnet. Diese kann –je nach Vereinbarung- in Jahres-, Halbjahres-, Vierteljahres oder Monatsbeiträgen erfolgen.

Berechtigter

Im Sinne der Rentenversicherung wird als Berechtigter derjenige bezeichnet, dem im Rahmen eines Altersvorsorgevertrages gemäß dem Altersvermögensgesetz (AVmG) eine Zulage gewährt wird.

Berücksichtigungszeiten

Berücksichtigungszeiten sind rentenrechtliche Zeiten, die zwar keine unmittelbare Wirkung auf eine höhere Rente haben, allerdings können durch sie Rentenansprüche aufrechterhalten werden. So bleiben die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen bei einem Anspruch auf Erwerbsminderungsrente ohne weitere Beitragszahlung erfüllt und sie wirken sich positiv auf die Gesamtleistungsbewertung aus. Ebenso werden sie auf die 35 jährige Wartefrist angerechnet.

Als Berücksichtigungszeit gilt die Erziehung eines Kindes bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres.

In der Zeit vom 01.01.1992 - 31.3.1995 konnte auf Antrag auch durch die nicht erwerbsmäßige Pflege eines Angehörigen Berücksichtigungszeiten wegen Pflege erworben werden. Seit 01.04.1995 gilt dies als Beitragszeit.

Beachten Sie jedoch, dass Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung meist der Mutter angerechnet werden, da diese Zeiten nur für den Elternteil anerkannt werden, der das Kind überwiegend erzogen hat. Sofern Sie die Kinder gemeinschaftlich erzogen haben, können Sie aber gegenüber dem Rentenversicherer in gemeinsamer Erklärung auch die Übertragung der Berücksichtigungszeiten auf den Vater beantragen.

Berufsausbildung

Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gelten die ersten 36 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen als Zeiten einer beruflichen Ausbildung und sind Beitragszeiten. Diese Zeiten werden zusätzlich als Anrechnungszeit gewertet, weil die Ausbildungsvergütung und damit auch die Pflichtbeiträge meist gering sind. Dadurch sind diese Zeiten beitragsgeminderte Zeiten.

Besteuerung

Mit dem Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetztes (AltEinkG) wird in Deutschland seit 2005 schrittweise bis zum Jahre 2040 zum Prinzip der nachgelagerten Besteuerung der Renten übergegangen. Das heißt in der Ansparphase sind die Beiträge steuerfrei gestellt, während in der Leistungsphase dann Steuerpflicht vorliegt (Bei Steuerpflicht während der Ansparphase wird von vorgelagerter Besteuerung gesprochen.).

Durch die Möglichkeit des Sonderausgabenabzuges sind die Beiträge für zertifizierte Altersvorsorgeverträge während der Ansparphase steuerfrei auch wenn sie ersteinmal aus dem steuerpflichtigen Einkommen geleistet werden. Weil durch die Günstigerprüfung sichergestellt ist, dass Sie – auch über die Zulagen – mindestens eine Förderung in Höhe des steuerlichen Sonderausgabenabzugs erhalten, sind Ihre Beiträge zur zusätzlichen geförderten Altersvorsorge bei beiden Förderformen im Ergebnis steuerfrei gestellt, mit der Folge der vollen Steuerpflicht bei Auszahlung.

Die als Leistung aus der privaten Altersvorsorge erbrachten Zahlungen sowie die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung, für die steuerbefreit Beiträge gezahlt wurden, werden als sonstige Einkünfte (§ 22 Nr.5 EStG) während der Auszahlungsphase in vollem Umfang besteuert. Anders als bei Betriebsrenten aus Direktzusagen und Unterstützungskassen oder bei Versorgungsbezügen der Beamten kommt hier auch kein Versorgungsfreibetrag oder Arbeitnehmer-Pauschbetrag zur Anwendung. Bei umgewandelten Versicherungsverträgen gilt die volle Steuerpflicht anteilig nur für das Kapital, das nach der Umwandlung angesammelt wurde.

Der nicht geförderte Teil von privaten Renten ist weiterhin nur mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig. Erträge aus umgewandelten Bank- und Investmentverträgen werden grundsätzlich voll nachgelagert besteuert. Auszahlungen aus nicht geförderten Sparplänen und Fonds sind dagegen steuerfrei. Die Zinserträge dieser Anlagen sind in der Periode steuerpflichtig, in der sie entstehen. Kursgewinne bei Fonds sind bei ungeförderten Verträgen ebenfalls steuerfrei, wenn diese längerfristig (derzeit länger als ein Jahr) gehalten werden.

Bindefrist

Verträge kommen durch Antrag (Angebot) und Annahme zustande. Bei Verträgen der privaten Rentenversicherung ist dies ebenso. Sie stellen als Versicherungsnehmer einen Antrag an die Versicherungsgesellschaft (Versicherungsgeber), den diese annehmen oder ablehnen kann. Da die Prüfung des Versicherungsantrages eine gewisse Zeit dauert, ist in den Antragsunterlagen der Versicherung bzw. den AGB eine Frist verbindlich festgelegt. Für die Dauer dieser Frist –die Bindefrist- sind Sie an den Antrag gebunden.

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (BAFin)

Die Bonner BaFin ist eine bundeseinheitliche, staatliche Aufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungsinstitute und für die privaten Versicherungsunternehmen. Sie erteilt u.a. die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb und überwacht diesen. Die staatliche Aufsicht soll gewährleisten, dass die Versicherungsunternehmen ihre Leistungsversprechen gegenüber den Versicherten einhalten. Die Aufsicht erstreckt sich daher in erster Linie auf eine ständige Überprüfung der finanziellen Situation der Versicherungsunternehmen. Ebenso prüft sie die Zertifizierungsfähigkeit von Altersvorsorgeprodukten.

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