Problematik

Die Rente ist sicher

Ein höherer Beitragssatz könnte das finanzielle Desaster der Rentenversicherung aufhalten. Das ist politisch jedoch nicht gewollt und gesellschaftlich nicht zu verkraften. Neben dem Versuch, auch durch Zuwanderung den massiven Rückgang der Beitragszahler zu stoppen, werden stattdessen seit Jahren die Rentenleistungen zurückgefahren.

Ab 2009 wirken nur noch bis zu drei Jahre der beruflichen Ausbildung (Lehre und/oder Fach-schule) rentensteigernd, Schul- oder Hochschulausbildung gelten dann nur noch als nicht rentenerhöhende Wartezeit. Berufsunfähigkeitsrenten wurden abgeschafft. Außerdem - und das trifft alle Versicherten - wird das staatliche Rentenniveau gesenkt. So liegt bei 45 Beitragsjahren mit durchschnittlichem Verdienst das gesetzliche Rentenniveau offiziell derzeit bei 70 % des Nettoeinkommens und wird bis zum Jahr 2030 auf 67 % abgesenkt. Laut Schätzungen unabhängiger Experten liegt das tatsächliche durchschnittliche Rentenniveau aber bereits heute schon bei 53 % des letzten Nettoeinkommens. Will man vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter von derzeit 65 Jahren (Planung der Bundesregierung bis 67 Jahre) in Rente gehen, muss man mit hohen Abschlägen bei der Rente rechnen. Jeder Monat Differenz zum Renteneintrittsalter bedeuten momentan 0,3 Prozent Abzüge von der Regelaltersrente.
Die geplanten Änderungen:

für alle nach dem 1.2.1947 Geborenen erfolgt eine schrittweise Anpassung des regulären Rentenalters um jeweils einen Monat/Jahr

ab dem Jahrgang 1964 gilt dann ein Eintrittsalter von 67 Jahren
  Ausnahmen:  

Arbeitnehmer, die 45 Jahre lang Rentenbeiträge abgeführt haben

Anrechnung bestimmter Warte- und Dienstzeiten (bspw. Kindererziehung, Wehr- und Zivildienst, Angehörigenpflege)


Deshalb: Wer zusätzlich etwas für seine Altersvorsorge tut, wird vom Staat umfassend gefördert.

Die Förderung findet über Zulagen und Steuererleichterungen statt - ganz gleich, ob eine private oder betriebliche Altersvorsorge gewählt wird. Natürlich wird es die Rente auch in der Zukunft noch geben – nur nicht mehr in der Form, wie wir sie durch unsere Großeltern gewohnt sind.

 

Maßnahmen Bundesregierung Altersvorsorge