Arbeitnehmer

Durchführungswege

Diese fünf Wege der betrieblichen Altersversorgung gibt es:

Pensionskasse
Pensionsfonds
Pensions- / Direktzusage
Direktversicherung
Unterstützungskasse

 

Pensionskasse

Der Arbeitgeber gründet allein oder mit anderen Unternehmen einen rechtlich selbstständigen Versorgungsträger. Das ist eine Art Versicherungsunternehmen mit nur einer Aufgabe: Betriebsrenten zu zahlen.

Die Beiträge sind für den Arbeitnehmer Arbeitslohn. Bis zu 4.320€ der Beiträge, die in eine Pensionskasse investiert werden sind steuerfrei. (4 Prozent (2006: 2.520€) der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung + 1.800€). Zusätzlich sparen Arbeitnehmer und Arbeitgeber bis Ende 2008 auch die Sozialabgaben, sofern das Jahresgehalt unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

Die Leistungen der Pensionskasse, für die steuerfrei Beiträge gezahlt werden, müssen im Alter voll versteuert werden.

Wurde die Versorgungszusage bis zum 31.12.2004 erteilt, können Beiträge bis zu 1.752 Euro mit 20 Prozent pauschal versteuert werden. In diesem Fall ist im Alter nur der Ertragsanteil steuerpflichtig.

Vorteile für den Arbeitnehmer

vermögenswirksame Leistungen können eingebracht werden
Übertragung der erworbenen Anwartschaften auf neuen Arbeitgeber (Portabilität) ist leichter
flexible Gestaltung der Versorgung mit zusätzlicher Absicherung der Hinterbliebenen und des Berufsunfähigkeitsrisikos
Hartz-IV sicher

 

Pensionsfonds

Seit Anfang 2002 sind die vor allem aus angelsächsischen Ländern bekannten Pensionsfonds auch in Deutschland zur Durchführung der betrieblichen Altersversorgung zugelassen. Hier zu Lande sind dies versicherungsähnliche Einrichtungen, die sich verpflichten, gegen Zahlung von Beiträgen für Arbeitgeber lebenslange Renten an versorgungsberechtigte Arbeitnehmer zu zahlen.

Pensionsfonds können bei der Vermögensanlage ein größeres Risiko als zum Beispiel Lebensversicherungen eingehen. Unternehmen, die ihre betriebliche Altersversorgung bisher auf dem Wege der Direktzusage oder der Unterstützungskasse anbieten, können ihr vorhandenes Versorgungskapital ohne steuerliche Nachteile auf Pensionsfonds übertragen. Der Arbeitgeber haftet für die Leistungen. Deshalb muss er sich über den Pensions-Sicherungs-Verein rückversichern.

Wie bei der Pensionskasse sind Beiträge, die in einen Pensionsfonds investiert werden, bis zu einer Höhe von 4.320€ steuerfrei. (4 Prozent (2006: 2.520€) der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung + 1.800€). Arbeitnehmer und Arbeitgeber sparen auch hier bis Ende 2008 auch die Sozialabgaben, sofern das Jahresgehalt unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

Vorteile für den Arbeitnehmer

bestehende Direkt- und Unterstützungskassenzusagen können auf den Pensionsfonds übertragen werden
vermögenswirksame Leistungen können eingebracht werden
Übertragung der erworbenen Anwartschaften auf neuen Arbeitgeber (Portabilität) ist leichter
Hartz-IV sicher

 


Pensions- / Direktzusage

Der Arbeitgeber verpflichtet sich, dem Arbeitnehmer bestimmte Leistungen unmittelbar zu zahlen. Die Finanzierung erfolgt über Pensionsrückstellungen. Der Arbeitnehmer muss erst in der Auszahlungsphase Steuern zahlen. Für den Fall eines Konkurses muss sich der Arbeitgeber beim Pensions-Sicherungs-Verein rückversichern.

Die Arbeitnehmerbeiträge durch Entgeltumwandlung sind unbegrenzt steuerfrei. Zusätzlich sind diese Beiträge bis zu einer Grenze von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung bis Ende 2008 auch sozialabgabenfrei.

Eine Zulagenförderung ist nicht möglich.

Vorteile für den Arbeitnehmer

unbegrenzt steuerfrei
bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungsfrei (bis 31.12.2008)
sehr flexible Gestaltungsmöglichkeiten

 

Direktversicherung

Der Arbeitgeber schließt eine Lebensversicherung zu Gunsten der Arbeitnehmer bzw. ihrer Hinterbliebenen ab.
Die Beiträge muss der Arbeitgeber überweisen, der Arbeitnehmer kann aber einen Teil oder sogar den gesamten Beitrag selbst zahlen.

Auch hier gilt, wie bei Pensionskasse und –fonds eine Steuerfreiheit der Beiträge bis zu einer Höhe von 4.320€ (4 Prozent der BMG 2006: 2.520€) der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung + 1.800€). Ebenso sind diese Beiträge bis Ende 2008 sozialabgabenfrei.

Ist die Versorgungszusage bis zum 31.12.2004 erfolgt, müssen die Beiträge bis zu 1.752 Euro mit einem Pauschalsatz von 20 Prozent jährlich besteuert werden. Die späteren Bezüge werden dann nur mit dem Ertragsanteil besteuert.

Die Police kann - bei Zustimmung des entsprechenden Arbeitgebers auch auf einen neuen Arbeitsplatz übertragen werden, sofern sie mit Beiträgen des Arbeitnehmers finanziert wird.

Vorteile für den Arbeitnehmer

Übertragung der erworbenen Anwartschaften auf neuen Arbeitgeber (Portabilität) ist leichter
vermögenswirksame Leistungen können eingebracht werden
Hartz-IV sicher

 

Unterstützungskasse

Der Arbeitgeber gründet allein oder mit anderen Unternehmen einen rechtlich selbstständigen Versorgungsträger.

Die Zuwendungen des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer sind Betriebsausgaben. Der Arbeitnehmer muss die Zahlungen an die Unterstützungskasse nicht versteuern, dafür unterliegt die spätere Rente des Arbeitnehmers der Einkommensteuer. Der Arbeitnehmer hat gegenüber der Unterstützungskasse keinen Rechtsanspruch. Der Arbeitgeber haftet für die Erbringung der Leistungen. Für den Fall eines Konkurses müssen sich die Betreiber beim Pensions-Sicherungs-Verein rückversichern.

Die Arbeitnehmerbeiträge durch Entgeltumwandlung sind unbegrenzt steuerfrei und bis Ende 2008 bis zu einer Grenze von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung auch sozialabgabenfrei.
Bei Unterstützungskassen ist keine staatliche Zulagenförderung möglich.

Vorteile für den Arbeitnehmer

Höhe der Beiträge unterliegt fast keiner Einschränkung
Hartz-IV sicher