Arbeitgeber

Durchführungswege

Diese fünf Wege der betrieblichen Altersversorgung gibt es:

Pensionskasse
Pensionsfonds
Pensions- / Direktzusage
Direktversicherung
Unterstützungskasse

 

Pensionskasse

Der Arbeitgeber gründet allein oder mit anderen Unternehmen einen rechtlich selbstständigen Versorgungsträger. Das ist eine Art Versicherungsunternehmen mit nur einer Aufgabe: Betriebsrenten zu zahlen.

Die Beiträge sind für den Arbeitnehmer Arbeitslohn. Beiträge bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (2003 = 2.448 Euro) sind für den Arbeitnehmer steuerfrei. Bis Ende 2008 sparen Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch die Sozialabgaben, sofern das Jahresgehalt unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt.

Die Leistungen der Pensionskasse, für die steuerfrei Beiträge gezahlt werden, müssen im Alter voll versteuert werden. Daneben besteht für Beiträge, die vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze übersteigen, die Möglichkeit, Beiträge bis zu 1.752 Euro pauschal mit 20 Prozent zu versteuern. In diesem Fall ist im Alter nur der Ertragsanteil steuerpflichtig.

Vorteile für den Arbeitgeber

betrieblicher Aufwand ist sehr gering
Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung wird erfüllt
bei Ausscheiden von Mitarbeitern entsteht kein Nachfinanzierungsrisiko
Arbeitgeberbeiträge sind als Betriebsausgaben absetzbar
Beitragspflicht zum Pensions-Sicherungs-Verein entfällt
keine Pflicht zur Bilanzierung

 

Pensionsfonds

Seit Anfang 2002 sind die vor allem aus angelsächsischen Ländern bekannten Pensionsfonds auch in Deutschland zur Durchführung der betrieblichen Altersversorgung zugelassen. Hier zu Lande sind dies versicherungsähnliche Einrichtungen, die sich verpflichten, gegen Zahlung von Beiträgen für Arbeitgeber lebenslange Renten an versorgungsberechtigte Arbeitnehmer zu zahlen.

Pensionsfonds können bei der Vermögensanlage ein größeres Risiko als zum Beispiel Lebensversicherungen eingehen. Unternehmen, die ihre betriebliche Altersversorgung bisher auf dem Wege der Direktzusage oder der Unterstützungskasse anbieten, können ihr vorhandenes Versorgungskapital ohne steuerliche Nachteile auf Pensionsfonds übertragen. Der Arbeitgeber haftet für die Leistungen. Deshalb muss er sich über den Pensions-Sicherungs-Verein rückversichern.

Beiträge bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung sind künftig für den Arbeitnehmer steuerfrei.


Vorteile für den Arbeitgeber

betrieblicher Aufwand ist sehr gering
Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung wird erfüllt
bei Ausscheiden von Mitarbeitern entsteht kein Nachfinanzierungsrisiko
Arbeitgeberbeiträge sind als Betriebsausgaben absetzbar
keine Pflicht zur Bilanzierung

 

Pensions- / Direktzusage

Der Arbeitgeber verpflichtet sich, dem Arbeitnehmer bestimmte Leistungen unmittelbar zu zahlen. Die Finanzierung erfolgt über Pensionsrückstellungen. Der Arbeitnehmer muss erst in der Auszahlungsphase Steuern zahlen. Für den Fall eines Konkurses muss sich der Arbeitgeber beim Pensions-Sicherungs-Verein rückversichern.

Bei Direktzusagen ist keine Zulagenförderung möglich.

Vorteile für den Arbeitgeber

Rückstellungsbildung erhöht Liquidität
Steuerliche Abzugsfähigkeit der Beiträge als Betriebsausgaben
Finanzierungsmöglichkeit durch Rückdeckungsversicherung oder Investmentfonds

 

Direktversicherung

Der Arbeitgeber schließt eine Lebensversicherung zu Gunsten der Arbeitnehmer bzw. ihrer Hinterbliebenen ab.

Die Beiträge muss der Arbeitgeber überweisen, der Arbeitnehmer kann aber einen Teil oder sogar den gesamten Beitrag selbst zahlen. Die Beiträge müssen bis zu 1.752 Euro jährlich mit einem Pauschalsatz von 20 Prozent besteuert werden, die späteren Bezüge werden dann nur mit dem Ertragsanteil besteuert. Alternativ dazu kann die Förderung durch Zulagen und Sonderausgabenabzug in Anspruch genommen werden. Dann darf aber im Alter keine Kapitalausschüttung geleistet werden, sondern nur eine lebenslange Zahlung. Die Police kann - bei Zustimmung des entsprechenden Arbeitgebers auch auf einen neuen Arbeitsplatz übertragen werden, sofern sie mit Beiträgen des Arbeitnehmers finanziert wird.

Vorteile für den Arbeitgeber

Verwaltungsaufwand ist sehr gering
bei Ausscheiden von Mitarbeitern entsteht kein Nachfinanzierungsrisiko
Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung wird erfüllt
Beitragspflicht zum Pensions-Sicherungs-Verein entfällt
keine Pflicht zur Bilanzierung
Arbeitgeberbeiträge sind als Betriebsausgaben absetzbar
durch den Arbeitgeber finanzierte Beiträge zur Direktversicherung sind immer steuer- und sozialversicherungsfrei, auch über den 31.12.2008 hinaus

 

Unterstützungskasse

Der Arbeitgeber gründet allein oder mit anderen Unternehmen einen rechtlich selbstständigen Versorgungsträger.

Die Zuwendungen des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer sind Betriebsausgaben. Der Arbeitnehmer muss die Zahlungen an die Unterstützungskasse nicht versteuern, dafür unterliegt die spätere Rente des Arbeitnehmers der Einkommensteuer. Der Arbeitnehmer hat gegenüber der Unterstützungskasse keinen Rechtsanspruch. Der Arbeitgeber haftet für die Erbringung der Leistungen. Für den Fall eines Konkurses müssen sich die Betreiber beim Pensions-Sicherungs-Verein rückversichern.

Bei Unterstützungskassen ist keine Zulagenförderung möglich.

Vorteile für den Arbeitgeber

betrieblicher Aufwand ist sehr gering
Verwaltungsarbeiten erfolgen durch die Unterstützungskasse
Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung wird erfüllt
bei Ausscheiden von Mitarbeitern entsteht kein Nachfinanzierungsrisiko
Arbeitgeberbeiträge sind als Betriebsausgaben absetzbar
keine Pflicht zur Bilanzierung